| Gehaltsvorsprung der Männer weiter gestiegen |
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Gleiche Arbeit - rund ein Viertel weniger Gehalt. Entgegen dem europäischen Trend hat sich der Abstand zwischen dem Verdienst von Frauen und Männern in Deutschland weiter vergrößert. Nach der von der EU-Kommission veröffentlichten Neuauflage des Gleichstellungsberichts verdienten Männer in Deutschland im Jahr 2004 im Durchschnitt etwa 23 Prozent mehr als Frauen. Fünf Jahre zuvor hatte dieser Abstand noch knapp unter 20 Prozent gelegen. Im EU-Mittel ging dagegen in der gleichen Zeit der Verdienstvorsprung der Männer um einen Prozentpunkt auf 15 Prozent zurück.
Kaum Frauen in FührungspositionenDer Kampf gegen die geschlechtsspezifischen Unterschiede gestalte sich "zäh", kommentierte die Kommission die neuen Zahlen. Mit 55,7 Prozent liege die Beschäftigungsquote der Frauen in der EU um 15 Punkte niedriger als bei den Männern. Der Frauenanteil im Management betrage nur 32 Prozent, im Kreis der Vorstandsmitglieder zehn Prozent, unter den Vorstandschefs größerer Unternehmen sogar nur drei Prozent.Je größer der Betrieb, desto seltener die Frauen Zu einem ähnlichen Ergebnis kommt eine Studie der Bundesregierung. Danach war nicht einmal jede vierte Führungsposition mit einer Frau besetzt. Dabei gilt: Je größer der Betrieb und je ranghöher der Posten, desto seltener die Frauen. Kinder und Karriere lassen sich für Frauen weiter nur schlecht vereinbaren: Mütter haben den Angaben zufolge seltener Führungsverantwortung als Frauen insgesamt. Im Gegensatz zu den sehr jungen oder den älteren Frauen konnten Frauen im Alter der Familienphase ihren Anteil an den Chefposten in den vergangenen Jahren nicht ausbauen. Zudem bedeutet eine Führungsaufgabe für Frauen häufiger den Verzicht auf Familie, als das bei ihren männlichen Kollegen der Fall ist: Zwei Drittel aller Frauen in Leitungsfunktion haben keine Kinder unter 18 Jahren zu betreuen, bei den Männern gilt das nur für die Hälfte. Und nur jede zehnte Topmanagerin hatte Kinder im Alter von unter zehn Jahren, bei den Männern waren es dagegen 26 Prozent. Familienministerin Ursula von der Leyen forderte vor allem Großunternehmen zu Veränderungen auf. "Ich würde mir wünschen, dass künftig deutlich mehr Frauen mit Kindern der Sprung ins Topmanagement gelingt." Quelle: www.tagesschau.de |
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